Unkraut Deluxe ist aus einem ganz normalen Kleingarten entstanden. Kein perfekt geplanter Naturgarten, kein Vorzeigegarten, sondern ein Garten, in dem Gemüse wächst, Kinder unterwegs sind, geerntet, ausprobiert und manchmal auch einfach etwas stehen gelassen wird.
Mit der Zeit hat sich mein Blick auf vieles verändert, was im Garten oft vorschnell als „Unkraut“ bezeichnet wird. Brennnessel, Giersch, Wegerich, Disteln oder Ackerwinde können nerven. Keine Frage. Aber sie sind eben auch Pflanzen mit erstaunlichen Eigenschaften und teilweise wichtiger Lebensraum oder Nahrungsquelle für Tiere.
Nicht alles muss weg
Unkraut Deluxe steht deshalb nicht für die Idee, einen Garten einfach verwildern zu lassen. Es geht vielmehr um die Frage: Muss wirklich alles weg, nur weil wir es nicht gepflanzt haben?
Manchmal reicht es, eine Pflanze erst einmal anzuschauen, bevor man sie herausreißt. Eine Ecke etwas weniger aufzuräumen. Einen Samenstand über den Winter stehen zu lassen. Oder einen Quadratmeter Garten der Natur zu überlassen.
Nutzgarten und Naturgarten gehören zusammen
In meinem Garten wachsen Gemüse, Kräuter und Obst genauso wie Wildpflanzen. Es gibt Hochbeete und Gewächshaus, aber auch Totholz, einen kleinen Teich, ein Sandarium und Ecken, in denen nicht ständig eingegriffen wird.
Dabei geht nicht immer alles nach Plan. Und genau das gehört für mich dazu.
Denn ein Garten muss nicht entweder Nutzgarten oder Naturgarten sein. Er kann beides sein.
Viele kleine Flächen können etwas verändern
Deutschland hat Hunderttausende Kleingärten. Dazu kommen unzählige Hausgärten, Balkone und andere kleine Grünflächen.
Nicht jeder davon muss zum perfekten Naturgarten werden. Aber wenn viele Menschen ein kleines Stück weniger ordentlich, etwas vielfältiger und ein bisschen wilder werden lassen, entsteht in der Summe ziemlich viel neuer Lebensraum.
Vielleicht beginnt Naturschutz manchmal einfach damit, etwas nicht zu tun.
Was du hier findest
Auf Unkraut Deluxe geht es um Wildpflanzen, Tiere im Garten, naturnahes Gärtnern und um meine eigenen Erfahrungen. Dazu gehören ausdrücklich auch die Dinge, die nicht funktionieren.
Die Wissensseiten sollen genauer hinschauen und Informationen mit seriösen Quellen verbinden. Auf TikTok und Instagram gibt es dagegen die kurzen Beobachtungen direkt aus dem Garten.
Und wahrscheinlich wird auch in Zukunft manches wachsen, von dem ich zunächst keine Ahnung habe, was es eigentlich ist.
Das darf dann erstmal bleiben. 🌱
